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Fastenwoche - in der ersten Woche der Fastenzeit
Fastenwoche von 22. bis 27. Februar 2012
Jesus verbrachte vor seinem öffentlichen Wirken vierzig Tage fastend in der Wüste. Fasten des Körpers kennen alle Religionen als Weg der inneren Reinigung von Leib und Seele. Ohne feste Nahrung, dafür mit ausreichend Tee und Saft, kann sich der Körper innerlich erneuern. Der Geist vermag seine Gedanken vom Essen abzuwenden und durch Lektüre, Gespräch und Impulse andere Nahrung aufzunehmen. Im Pastoralverbund liegen inzwischen sehr gute Erfahrungen mit Fastenwochen aus vielen Jahren vor. Die Teilnehmenden fasten über sechs Tage. An den ersten drei Abenden kommen sie jeweils zu einer Austauschrunde zusammen. Die übrigen Tage und das Fastenbrechen werden zu Beginn der Woche abgesprochen.
Zeit: Die erste Woche der Fastenzeit. Abendrunden gewöhnlich um 19.00 Uhr, sonst nach den Abendgottesdiensten.
Ort: Pfarrheim Heilig Geist
Teilnahme: Körperlich gesunde Menschen, bitte konsultieren Sie im Zweifel ihren Arzt.
Anmeldung erforderlich.
Das Fasten in christlicher Weise entstand nicht wegen Übergewicht. Es entstand – wie in vielen anderen Religionen aus dieser Erfahrung der Ganzheit von Leib und Geist. Es hat sich als ganzheitliche Reinigungsform des Menschen sehr bewährt. Gemeint ist das konsequente Nicht-Essen über Tage, teils auch über Wochen - bei gleichzeitig ausreichender Flüssigkeitsaufnahme. Eine solche Fastenpraxis löst einen eigenen und sehr vielschichtigen Vorgang im Menschen aus. Zum einen setzt in dieser Zeit ein ganz handfester körperlicher Reinigungsprozess (des Magen- und Darmtraktes) ein. Wo wir sonst unseren Leib täglich mehrfach mit immer neuen "Wohltaten" bei Laune halten möchten, geben wir ihm stattdessen die Chance, sich selbst von manchen Resten und Überforderungen zu entschlacken. Dies ist genau diejenige Dimension des Fastens, die heutzutage in immer mehr Fastenkuren und eigenen Fastenkliniken aufgegriffen wird. Dort sollen dann Menschen - oft gegen teures Geld - zu einer heilenden und mäßigenden Körperreinigung angeleitet werden. Zum anderen aber erhalten unser Geist und unsere Sinnenkräfte in dieser Zeit wesentlich mehr Raum und Frische. Dies kann sich jeder vorstellen, der um die gewisse Müdigkeit z. B. nach dem Mittagessen weiß - wo der Körper eben seine Energien zur Verarbeitung der Nahrung benötigt. Das Fasten aus religiöser Motivation möchte diese größere Wachheit - auch übrigens dieses gewisse "Mehr" an Zeit, das aus dem Verzicht auf die Mahlzeiten entsteht - der Reifung des eigenen Glaubens und damit einfach Gott zur Verfügung stellen. Dies hat sich über Jahrhunderte unter den Gläubigen sehr bewährt. Vom Fasten Jesu über 40 Tage ist bereits in der Bibel die Rede. Es war den Christen der Hauptimpuls für ihre "heiligen 40 Tage". Und ebenso der Weisung Gottes entsprechend treten Fastende in eine körperlich spürbare Solidarität mit Menschen, die weltweit unfreiwillig fast täglich hungern. Sie sparen sich durch solches Fasten bewusst "vom eigenen Munde" Geld ab und geben es weiter. Dieser fühlbare Beitrag ist mindestens so kostbar wie manche wesentlich größere Spende. Bereits seit Jahren haben in unserer Pfarrei Gruppen mit ganz bunter Zusammensetzung 6 Tage in der oben beschriebenen Form gefastet. Austausch, Meditation und andere Impulse gehörten ebenfalls in die Gestaltung dieser Tage hinein. |
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