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Die Konzerte des Fördervereins Kirchenmusik in Heilig Geist e. V.

Aktuell


Es darf noch einmal so richtig "weihnachteln"
beim nächsten Konzert

des Fördervereins Kirchenmusik

mit Andreas Warler (SDS)


am Sonntag, 15. Januar 2012

um 17 Uhr


an der Klais-Orgel der Heilig Geist-Kirche

Bielefeld-Dornberg.



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PROGRAMM:


Georg Böhm (1661-1733)

Praeludium in C


Jean François Dandrieu (1682-1738)

Noël de Saintonge

Noël pour l’amour de Mariè


Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Praeludium und Fuge in C-Dur | BWV 547


Louis-Claude d’Aquin (1694-1772)

Noël X (Grand jeu et Duo)


Johann Sebastian Bach

Arie aus dem „Weihnachtsoratorium“:

Schlafe, mein Liebster, geniesse der Ruh“


Alexandre Guilmant (1837-1911)

Noël Languedocien


Carl Sattler (1874-1938)

Choralfantasie „Menschen, die ihr war’t verloren“


Theodore Dubois (1837-1924)

Marche de Rois mages


Johann Sebastian Bach

Toccata und Fuge in d („dorische“) | BWV 538


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VITA:


Andreas Warler ist Organist an der Basilika des Klosters Steinfeld/Eifel, welche die größte und eine der bedeutendsten historischen Barockorgeln des Rheinlandes besitzt. (Balthasar König, 1727, III/35).

Er wurde 1965 in Baasem/Eifel geboren und trat nach seinem Abitur, das er 1986 am Steinfelder Hermann-Josef-Kolleg ablegte, in die »Gesellschaft des Göttlichen Heilandes« (Salvatorianer) ein und begann nach dem Noviziat in Passau das Studium der Theologie.

In dieser Zeit entdeckte der Passauer Domorganist Walther R. Schuster (†1992) seine besondere Begabung und förderte ihn durch Privatunterricht. Dieser übertrug ihm an der größten Domorgel der Welt das vertretungsweise Orgelspiel in Gottesdiensten und innerhalb von Domführungen.

Das Studium der Kirchenmusik begann Br. Andreas Warler 1989 an der Kirchenmusikschule St.-Gregorius-Haus in Aachen. Zugleich wurde er zum Organisten an der Basilika Steinfeld berufen. Als Schüler von Viktor Scholz (Orgel) und dem Aachener Domorganisten Norbert Richtsteig (Improvisation) legte er schon nach drei Jahren 1992 das kirchenmusikalische B-Examen mit »sehr gut« in Orgelliteraturspiel und Improvisation ab.

1996 hielt er sich zu einem Intensivstudium bei Prof. Craig Cramer an der »University of Notre Dame« in den USA auf. Seit 1992 ist er Organisator und künstlerischer Leiter der »Steinfelder Vesperkonzerte«.

Bislang spielte er acht CDs an der König-Orgel der Basilika Steinfeld ein – u.a. auch zusammen mit Chor- und Orchester an der Basilika Steinfeld – und wirkte in vielen Rundfunk- und Fernsehproduktionen des WDR (u.a. »Weihnachten International«, Film »Der junge Beethoven«, Dokumentation »Wanderlust«) und des Belgischen Rundfunks RTBF mit.

Konzerte führten ihn seither durch Deutschland (u. a. Aachen, Altenburg, Altenberger Dom, Berlin, Bielefeld, Bonn, Donaueschingen, Duisburg, Düsseldorf, Garmisch-Partenkirchen, Kempen, Korschenbroich, Mittenwald, Mönchengladbach, München, Nürnberg, Singen, Stuttgart, Wuppertal sowie die Kathedralen in Bamberg, Fulda, Paderborn und Trier), Belgien, Großbritannien, Island, Italien, Litauen, Niederlande, Österreich, Schweden, Schweiz und die USA.

Er wurde als Gastorganist zu berühmten Orgelfestivals eingeladen: 2004 nach Laufen (Schweiz), 2006 zum »Internationalen Orgelsommer« nach Reykjavik (Ísland) und zum »Christopher Summer Festival 2006« nach Vilnius (Litauen), 2009 nach Bastogne (Belgien), 2010 zum „Internationalen Orgelsommer“ der Kathedrale von Haarlem (Niederlande).






Zum Vormerken das Konzertprogramm 2012:

Sonntag, 15. Januar 2012
Orgelkonzert mit Andreas Warler (SDS), Organist im Kloster Steinfeld (Eifel)

Sonntag, 24. Juni 2012
Jubiläumskonzert des Kirchenchors der Heilig Geist Gemeinde mit Solisten und Orchester, Leitung Elisabeth Schnippe, Orgel Rainer Schnippe

Sonntag, 7. Oktober 2012
Orgelkonzert mit Andreas Mattes, Organist an St. Pankratius, Gütersloh

Sonntag, 25. November 2012
Orgelkonzert mit Georg Gusia, Dekanatskirchenmusiker und Organist an St. Jodokus, Bielefeld



Was bisher geschah:

Das letzte Konzert am Sonntag, 16. Oktober 2011 fand statt mit Hartmut Sturm.




Programm:


Jean-François Dandrieu (1682-1738)

Magnificat g-Moll aus: "Le suite française classique pour orgue"


Dieterich Buxtehude (1637-1707)

Choralvorspiel „Nun bitten wir den Heiligen Geist“ BuxWV 209


Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Choralbearbeitung fur Orgel „Nun danket alle Gott“ BWV 657 aus 18 Choralbearbeitungen verschiedener Art (Leipziger Originalhandschrift)


Johannes Brahms (1833-1897) - Choralvorspiel „O Gott, du frommer Gott“ op. 122/7


ders. - Präludium und Fuge a-Moll WoO 9


Louis James Alfred Lefébure-Wely (1817-1870) - Sortie Es-dur



Hartmut Sturm:

1942 in Hamburg geboren, studierte er in seiner Heimatstadt bei Heinz Wunderlich und in Detmold bei Helmut Tramnitz, wo er 1966 die kirchenmusikalische A-Prüfung und die künstlerische Reifeprüfung für Orgel ablegte.

Er war 36 Jahre lang hauptamtlicher Kirchenmusiker in Essen, Neumünster und am Herforder Münster. Seit seiner Pensionierung lebt er in Bielefeld, wo er als Chordirektor den städtischen Oratorienchor leitet und die Orgel der Altstädter Nicolaikirche in Konzert oder Gottesdienst spielt. Außerdem leitet er den „Altstädter Bläserkreis“ und den von ihm gegründeten Chor „Die Kleine Kantorei“.






Bereits am 29. Mai 2011 war Engelbert Schön, Organist aus Rietberg bei uns.

Engelbert Schoen

Das Programm umfasste folgende Werke:


Johann Sebastian Bach: Praeludium(*) und Fuge in G - Dur

(1685 - 1750) BWV 541


Carl Phillipp Emanuel Bach: Sonate in D - Dur

(1714 - 1785) - Allegro di molto

- Adagio e mesto

- Allegro


Johann Sebastian Bach: Choralbearbeitung über

(1685 - 1750) "Nun danket alle Gott" BWV 657

(aus den "18 Leipziger Chorälen")


Franz Schubert: "Ave Maria"(*)

(1797 - 1939) (bearb.: Max Frischmann)


George Thalben-Ball: Tune in E (**)

(1896 - 1987) in the Style of John Stanley


Ad Wammes: Miroir

(*1953)


Julien Bret: "La valse des anges" (**)

(*1974) (Der Engelswalzer)


Andreas Willscher: "My Beethoven"

(*1955)


Edward Elgar: "Salut d'amour" op.12

(1857 - 1934) (bearb.: C. J. Grey)


Theodore Dubois: aus "Messe de Mariage":

(1837 - 1924) 2. Bénediction Nuptiale (*)


Felix Mendelssohn-Bartholdy: Hochzeitsmarsch aus

(1809 - 1847) "Ein Sommernachtstraum" (*)


(*) auch auf der neuen CD "Orgelmusik zur Hochzeit" enthalten (ES004)

(**) auch auf der CD "Hauskonzert - zu Gast bei Engelbert Schön" (ES003)


CDs sind erhältlich auf der Homepage des Organisten
Engelbert Schön: http://www.orgelmusik-schoen.de/



Am 20. März 2011 musizierten in unserer Kirche Lara Venghaus und Freunde.




Das Programm:

Felix Mendelssohn Bartholdy *1809 - †1847

Sonate B-Dur op. 65 Nr. 4

I. Allegretto con brio

III. Allegretto

IV. Allegro maestoso e vivace


Johann Sebastian Bach *1685 - †1750

aus der Kantate „Herz und Mund und Tat und Leben“ BWV 147

Arie „Bereite Dir, Jesu, auch itzo die Bahn


aus der Kantate „Jauchzet Gott in allen Landen“ BWV 51

Arie „Höchster, mache deine Güte ferner alle morgen neu


aus dem Osteroratorium

Arie „Seele, deine Spezereien sollen nicht mehr Myrrhen sein


Johann Pachelbel *1653 - †1706

Ciacona in f


Georg Friedrich Händel *1685 - †1759

aus den „Neun deutschen Arien

Meine Seele hört im Sehen

Singe, Seele, Gott zum Preise


Ausführende:

Lara Venghaus, Sopran

Julia Parusch, Violine

Rafael Guevara, Violoncello

Mechthild Scholz, Orgel





Zu Gast am Sonntag, 14. November 2010 17 Uhr waren:

Philharmonic Brass
Bielefeld

Giovanni Gabrieli: Canzona Nr. II

Johann Sebastian Bach:
Contrapunctus I
Wachet auf
Contrapunctus V
Präludium und Fuge e-moll
ein immer treues Herz
Contrapunctus III


William Boyce: Suite


Giambattista Martini: Toccata
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Durch das Programm führt Hans-Joachim Knoke


Philharmonic Brass Bielefeld sind Blechbläser der Bielefelder Philharmoniker:
Hans-Joachim Knoke, Trompete
Norbert Günther, Trompete
Matthias Weiß, Posaune*
und Sven Kock, Tuba

*als Gast vom Orchester des Detmolder Landestheaters



Der Förderverein Kirchenmusik e.V. freute sich auf das
Orgelkonzert
mit
Peter Wagner, Minden
am 26. September 2010

Mit Orgel-Kompositionen der französischen Orgelromantik stellte der junge Mindener Domorganist die "kleine Prinzessin", die zweimanualige Klais-Orgel mit ihren 18 klingenden Registern, vor eine interessante Herausforderung

Die zahlreich gekommenen Freunde der Klais-Orgel fanden die Präsentation der Musikformen: Sonate/Symphonie, Suite und Konzert-Variationen äußerst gelungen. Der Organist glänzte mit virtuoser Technik in den Schlusssätzen des Mendelssohn und seiner eigenen Komposition, die u.a. mit einem unglaublichen Pedalsolo aufwartete.

Lobend hob der Organist die schönen Registerstimmen der Klais-Orgel hervor und verabschiedete sich und das Publikum, das ihn mit viel Applaus bedacht hatte, mit einer Faure-Bearbeitung in einen goldenen Spätsommerabend.

Und dies war sein Programm:

Mendelssohn Bartholdy (1809-1847):      

Sonate  f-Moll, op. 65/1               

- Allegro moderato e serioso

- Adagio

- Andante-Recitativo

- Allegro assai vivace


Suite française

- Charles-Marie Widor (1844-1937): Entrée *

- Charles-Alexis Chauvet (1837-1871): Andantino *

- Louis-James-Alfred Lefébure-Wely (1817-1870): Fanfare *

- Theodoré Dubois (1837-1924): Cantilène religieuse

- Albert Renaud (1855-1924): Toccata *

- Louis Vierne (1870-1937): Offertoire *

- Félix-Alexandre Guilmant (1837-1911): Grand Chœur *

(* Bearbeitung: Peter Wagner)

 

Wagner Peter(*1967):       

Variations de Concert                   

- Introduction et Thème

- Basse sens cesse (Allegretto)

- Interlude polyphonique (Moderato)

- Cantiléne (Andante cantabile)

- Final (Allegro con fuoco)


Domorganist Peter Wagner, Minden, 2010, Bildrechte: P. Wagner

Domorganist Peter Wagner, Minden, 2010, Bildrechte: P. Wagner


Peter Wagner, M. A., geb. 1967 in Karlstadt  am Main,

studierte an der Staatl. Musikhochschule Köln „Kirchenmusik“ (A-Examen), am Hermann-Zilcher-Konservatorium Würzburg „Orgelimprovisation“ (Staatl. Reifeprüfung) und an der Staatl. Universität „Mozarteum“ Salzburg „Konzertfach Orgel“ (Diplom-Abschluss, Verleihung des akademischen Titels „Magister artium“). Weiterführend nahm er an verschiedenen internationalen Meisterkursen namhafter Interpreten teil, ergänzt um ein Gaststudium in Fach „Tonsatz“ an der Staatl. Musikhochschule Würzburg.

Seine Konzerttätigkeit führte ihn in mehrere europäische Länder, nach Japan, Israel und Ägypten. Lehraufträge in Würzburg, Fulda und Kassel, eine umfassende Referententätigkeit sowie CD-, Rundfunkproduktionen und mehrere Publikationen bekunden sein breit gefächertes musikalisches Schaffen.

Nach Anstellungen als Kirchenmusiker in Karlstadt, Diözesanmusikassistent in Würzburg und Bildungsreferent an der Bayerischen Landesmusikakademie Hammelburg wurde er 2004 als Domorganist und Chordirektor nach Minden berufen und zum Dekanatskirchenmusiker für das Erzbistum Paderborn ernannt.


Mehr über den Künstler auf dessen Homepage: Http://www.PeterWagner.com





Am 4. Juli musizierten mit freundlicher Unterstützung durch den Förderverein für Kirchenmusik in Heilig Geist Bielefeld e. V. der Kirchenchor mit Solisten und ein kammermusikalisches Ensemble unter der Leitung von Elisabeth Schnippe und Rainer Schnippe, Orgel:

Antonio Vivaldi - Gloria in D und "italienische" Orgelwerke aus der Feder des Barockmeisters Johann-Sebastian Bach am Sonntag den 4. Juli 2010 um 17 Uhr in der Helig Geist Kirche.

Mit Felicitas Jacobsen, Petra von Laer, Andreas Kraatz, Sigurd Müller, Martina Suzuki-Buchholz, Joachim Knooke.






Der Förderverein Kirchenmusik


Das Nachtkonzert
19. Juni 2010 - 20:30 Uhr
in der Heilig Geist-Kirche

hat hervorragende Beachtung gefunden.
Die Neue Westfälische schreibt am 22. Juni 2010

Lokale Kultur

Spiel mit der Sprache

Frauenchor Cant‘Ella sang Anspruchsvolles in der Heilig-Geist-Kirche


VON CHRISTOPH GUDDORF


Bielefeld. „Wir haben fast gehofft, dass Sie nicht kommen, denn die Akustik in der leeren Kirche ist phantastisch.“ Dirigentin Bine Becker-Beck hatte am Samstagabend die Sympathien sämtlicher Zuhörer in der Heilig-Geist-Kirche Dornberg gewonnen, bevor ihr Frauenchor Cant‘Ella auch nur die erste Note des Konzertes gesungen hatte.


Glücklicherweise waren viele Liebhaber anspruchsvoller, wenn auch in dieser Konstellation immer noch eher „exotischer“ Chormusik gekommen. Denn das Programm von Cant‘Ella hatte es in sich: Mit italienischer, skandinavischer und deutscher (Spät-)Romantik bis hin zu Zeitgenössischem aus Norwegen, Schweden, Finnland, Belgien, Deutschland und sogar Australien wurde ein Bogen über das Thema „Von der Macht und der Ohnmacht des Wortes“ gespannt.


Das Spiel mit der Sprache beherrschte unter anderem Rudi Tas‘ „Laudate“ (Worte und Silben werden hier zu Bruchstücken) und Jukka Linkolas „Primitive Music“ (musikalische Umsetzung von Nonsens-Texten), bei der dem einfältigen, beinahe stumpfsinnig angelegten „Work Song“ ein unschuldig-lyrischer Gestus des „Candle Song“ gegenüberstand, woraufhin „The Joiku“ dem Reigen einen rhythmisch betonten Ausklang bot.


Poetisch-naturbezogen ging es zu in Paul Stanhopes „I‘ve not your dreaming“, bei dem die Songlines sich wie Wegeslinien durch die australische Landschaft ziehen und das Zusammenfinden zweier Kulturen durch eine musikalisch-kontrastreiche Betrachtung abbilden. Lautmalerisch-warme Sommerbrisen durchzogen Jan Ake Hilleruds „Värmlandvisan“ und Waldemar Ahléns „Sommarpsalm“, zarte Liebessehnsucht Siegfried Strohbachs „Ich denke Dein“, wohingegen August Wewelers „Abendruhe“ ebensolche ausstrahlte.


Der 1994 gegründete und mehrfach ausgezeichnete Chor setzt sich zusammen aus professionell orientierten, langjährig chorerfahrenen Sängerinnen. Ein Schwerpunkt liegt augenscheinlich in der skandinavischen Literatur (wenig verwunderlich, denn Skandinavien pflegt eine reiche Frauenchor-Tradition), was mit dem Tag der Hochzeit von Schwedens Kronprinzessin Viktoria einen wunderbaren (wenn auch zufälligen) Aufhänger hatte. In dieses Bild passte dann auch Alfvéns „Och jungfun hon gar i ringen“ („Zum Tanze, da geht ein Mädel“), bei dem Cant‘Ella zunächst in der Originalsprache, dann auf Deutsch, das „güldene“ Tanzband „leichtfüßig“ zu spannen vermochte.


Das Ensemble offenbarte eine dergestalt geschlossene Klang- und Sprechkultur (angesichts des gemischten Alters seiner Sängerinnen bemerkenswert), die auch an Präzision kaum einmal aus dem (metrischen) Lot geriet (außer bei Hovlands „Se dager kommer“). Mit wenigen Worten: Cant‘Ella – eine hervorragende Vermittlerin für die Tradition des Frauenchores und seiner vielfältigen Literatur.


© 2010 Neue Westfälische
Bielefelder Tageblatt (MW), Dienstag 22. Juni 2010

 







Cant'ella

Frauenchor

Programm:


Thomas Hanelt (*1962)

Jubilate Deo


August Weweler (1868 – 1952)

Abendruhe


Rudi Tas (*1957)

Laudate


Giuseppe Verdi (1813 – 1901)

Laudi alla Vergine Maria


Egil Hovland (*1924)

Se dager kommer


Friedrich Kiel (1821 – 1885)

Aus: “6 geistliche Gesänge op. 64“
Kyrie


Paul Stanhope (*1969)

I’ve not your dreaming


Jan Ake Hillerud (*1938); Satz

Värmlandvisan


Waldemar Ahlén (1894 – 1982)

Sommarpsalm


Siegfried Strohbach (*1929)

Ich denke Dein


Hugo Alfvén (1872 – 1960)

Och jungfun hon gar i ringen


Jukka Linkola (*1955)

Aus: “Primitive Music“

Work Song

The Candle Song

The Joiku


Karin Rehnqvist (*1957)

Sanger ur jorden


Jaakko Mäntyjärvi (*1963)

El Hambo DD



Im Anschluss an das Konzert laden wir zum geselligen Ausklang des Abends bei Sekt und Wein in den Innenhof des Gemeindehauses Heilig Geist ein.

Auf der interessanten Internetseite http://www.cantella.de gibt es Hörbares.





Und das gabs beim letzten Mal

Das Konzert für Oboe und Orgel
mit
Martina Buchholz-Suzuki, Oboe
Christof Pülsch an der Klais Orgel von Heilig Geist
am
Sonntag, den 7. Februar 2010 -
17 Uhr
in der Heilig Geist-Kirche - Spandauer Allee 48
33619 Bielefeld

fand ausgezeichnete Aufnahme durch unser Publikum und hat auch dem Kritiker der Neuen Westfälischen Zeitung gut gefallen:
 Einnehmender Bogenschlag  Bildrechte by Ludger Büskens/Heilig Geist Bielefeld


Lokale Kultur
Einnehmender Bogenschlag
Musik für Oboe und Orgel in Heilig Geist

VON MICHAEL BEUGHOLD

Bielefeld-Dornberg. Die Oboe ist dank Albrecht Mayer derzeit so populär wie nie; seine Ohrenschmeichler-Arrangements von klassischen Werken rangieren auf den Bestsellerlisten ganz vorn. Das Instrument kommt aber auch anders, authentischer bestückt, gut an. So wie bei einer Konzertstunde in der Heilig-Geist-Kirche, wo die Bielefelder Musiker Martina Buchholz-Suzuki und Christof Pülsch (Orgel) mit ausgesuchter, auch anspruchsvoller Oboen-Literatur einen Bogenschlag vom Barock bis in die Moderne und zurück vollzogen.

Das (für den Rezensenten nach Werk und Wiedergabe herausragende) Lob des Originals sang gleich eingangs eine Fantasie f-Moll von Johann Ludwig Krebs, dem Lieblingsschüler Bachs. Das ernste, melodisch dicht und weit gespannte Fundstück wurde von klangreicher Tongebung und vorbildlicher Phrasierung erfüllt und in nicht auslassender Weiträumigkeit entfaltet.

Telemanns Wahlspruch lautete „Gib jedem Instrument das, was es leyden kann“. Seine Fantasie C-Dur bietet in diesem Sinne ausgepichtes Solo-Futter für die Traversflöte; selbst beste Oboen-Technik lässt da viele extrem weite Intervallsprünge angeschliffen-schwergängig klingen. Erst im fließenderen Schluss-Allegro wich der Etüden-Charakter entspanntem Barockmusizieren. Dies war beim Beschluss mit Händels F-Dur-Sonate op. 1/5 gänzlich anders, wenn feierliche „Adagio“-Sanglichkeit, hochgemuter Battaglia-Schwung und höfischer Tanzsinn die moderne Oboe von ihrer schönsten barocken Seite zeigten.

Ebenfalls ein Hörgenuss war die von Josef Gabriel Rheinberger nach dem langsamen Satz einer seiner Orgelsonaten eingerichtete Rhapsodie Des-Dur (1881) – erst als ein geschmeidig-kantables romantisches Pendant zur Krebs-Fantasie, dann auch entrückt beschwingter. Und Hermann Schroeders Sonate für Oboe und Orgel (1978) hatte gar keine wohlwollende Vorwarnung nötig. Sie spricht als hochstehende „Gebrauchsmusik“ im Sinne (und auch in der tonalen Sprache) Hindemiths unmittelbar an und besitzt bei aller Quarten-Herbheit durchaus klangsinnliche melodische Qualitäten.

Entwaffnende Spielfreude

Martina Buchholz-Suzuki und ihr Orgelbegleiter schenkten dem konzisen Dreisätzer überlegene Zuwendung und im Vivo scherzando entwaffnende Spielfreude.

Zionskantor Christof Pülsch füllte die durchdachte Konzertstunde noch mit zwei Orgel-Stücken auf. In Bachs „Pièce d'orgue“ G-Dur (BWV 572) reizte er den Kontrast zwischen Manual- und Pedaltönen bis an die Klanggrenzen der Klais-Orgel aus, so dass die dreiteilige Fantasie über Skalen und Gegenläufigkeiten im toccatischen, Durezza- sowie Lamentobass-Stil als grandios-wuchtige Ausnahmemusik vor Ohren trat. Mozarts Andante F-Dur KV 616 erfüllte der Orgelmusiker nicht nur mit dem nötigen, ganz unmechanischen Spieluhren-Charme, sondern ließ in den dynamischen Wertungen des Rondo-Themas auch bemerkenswert individuelle Intimität hören. Herzlicher Beifall.

© 2010 Neue Westfälische
Bielefelder Tageblatt (MW), Dienstag 09. Februar 2010


Auf dem Programm standen:

Johann Ludwig Krebs
1713-1780

Fantasie f-Moll
Georg Philipp Telemann
1681-1767

Fantasie C-Dur
Johann Sebastian Bach
1685-1750

Pièce d’Orgue BWV 572
Josef Gabriel Rheinberger
1839-1901

Rhapsodie Des-Dur
Hermann Schroeder
1904-1984

Sonate für Oboe und Orgel (1976)
Wolfgang Amadeus Mozart
1756-1791

Andante F-Dur KV 616
Georg Friedrich Händel
1685-1759

Sonate F-Dur op. 1 Nr. 5

Eintritt frei

Fragen an den Veranstalter, foevkimu@hgbi.de






Das waren die Orgelfesttage 2009



Beim zweiten Konzert der Orgel-Fest-Tage erwartete die gespannte Zuhörerschaft mit Bruder Andreas Warler SDS (Kloster Steinfeld) einen Stammgast an der Klaisorgel. Auch er hatte Johann Sebastian Bach im Gepäck. Damit und vor allem mit dessen zeitgenössischem Kongenius Georg Friedrich Händel wusste der Organist aus der Eifel zu begeistern.



Die Orgelbearbeitung des "Halleluja" aus dem Oratorium "Der Messias" war für viele wohl der Höhepunkt des Konzerts. Das vielgehörte Werk erhielt eine nicht für möglich gehaltene neue Wendung.

Nach den Orgelvariationen in D-Dur von Felix Mendelssohn Bartholdy kam Warler dann zur Sache und improvisierte frei zum Lobe Gottes wie zum Dank für 10 Jahre Klaisorgel. "Nun danket alle Gott" war eines der Leitmotive, die von den Zuhörern mit viel Begeisterung wiedererkannt werden konnten.

Warlers besondere Klasse besteht ganz ohne Zweifel in der Vielschichtigkeit seiner Improvisationen, wenn er mit zwei und mehr sehr verschiedlichen Themen einen akustischen roten Faden spinnt. So hatte er bereits zum Abschluss des Vorabendgottesdienstes am Samstag, den 3. Oktober überraschend das Haydnsche Thema aus dem sog. "Kaiserquartett" zitiert.

Da macht ein Wiederhören mit dem "Chef" der König-Orgel Freude! -> König Orgel

Freunde des social Networkings im Internet können sich übrigens mit Andreas Warler auf facebook vernetzen. -> Warlers facebook Kontakt

Sein weiterer Konzertplan 2009/10 steht natürlich auch online. -> Konzerte  mit Bruder Andreas

Bereits eine Woche zuvor musizierte Christoph Grohmann mit „Bach und seine Schule" zum  Auftakt der Orgelfesttage.

Die trotz Bundestags-Wahl und Superwetter zahlreich erschienenen Hörerinnen und Hörer bekamen zu den Werken von Johann Sebastian Bach, Adolf Friedrich Hesse, Carl Philipp Emanuel Bach und Johann Christian Kittel kenntnisreiche und unterhaltsam vorgetragene Erklärungen. Dazu kamen Orgelimprovisationen, die der Organist aus eingangs zugerufenen Gotteslob-Nummern sozusagen "live erschuf".

Es fällt schwer, die blitzsaubere Spieltechnik, präzises Timing für den angemessenen Ausdruck und das perfekte Klangtuning der Registrierung von Christoph Grohmann in Worte zu fassen. Es passt alles so schön, man muss es selber hören und mitnehmen als Bereicherung der eigenen Klangbibliothek im Kopf. -> Christoph Grohmann

Wiederhören können Sie ihn Montag, den 02. November 2009 um 19.30 Uhr in der Bielefelder Altstädter Nicolaikirche mit Werken für Orgel & Orchester im Rahmen der 15. Bielefelder Konzerttage (Sa, 31.10.2009, bis So, 8.11.2009). -> Bielefelder Konzerttage

Zu Beginn des Konzerts hatte Georg Faulhaber für den Förderverein Kirchenmusik in Heilig Geist e. V. auf den Abschluss des Baus der Klais-Orgel vor 10 Jahren hingewiesen und die rege Anteilnahme der Gemeinde am Spendenaufkommen zur Finanzierung nochmals lobend hervorgehoben. -> Förderverein

Christoph Grohmann, der erste Künstler in der dreiteiligen Festreihe ging mit leicht verständlichen Lobesworten auf die musikalisch technischen Eigenschaften der Orgel ein. Fazit: eine Prinzessin der Instrumente, die mit ihren 18 klingenden Registern ein Höchstmaß an stilistischer Klangbildung ermöglicht. -> Orgel

Unsere Festreihe schließt mit dem Konzert von Kathrin Maetzel am 11. Oktober 2009. Und als hätten die drei Organisten sich abgesprochen, stehen auch bei ihr Johann Sebastian Bach und Felix Mendelssohn Bartholdy auf der Liste. Die gebürtige Bielefelderin bringt aus ihrer Wahlheimat Lübeck aber selbstverständlich Dietrich Buxtehude mit, dazu Werke von Théodore Salomé, dem Organist des 19. Jahrhunderts an der Pariser Chororgel Cavaillé-Colls in La Trinité und dem letzten großen Impressionisten Olivier Messiaen.

Alle drei Konzertorganisten sind unserer Gemeinde und dem Instrument von Beginn an besonders verbunden. Sie waren entweder bereits am Weihetag, den 26. September 1999 anwesend oder haben danach bereits bei uns mehrere Konzerte gespielt. Es ist ihnen ohne Frage ein ganz besonderes Anliegen für uns zu spielen und uns eine ganz besondere Freude sie bei uns zu haben!




Bei uns war auch...
Tomasz Adam Nowak (Münster/Detmold) am Sonntag, 15. Februar 2009, 17 Uhr

Der stille Diener Ihrer Majestät der Orgel


Tomasz Adam Nowak an der Klais-Orgel in Dornberg


Still und freundlich kam der Organist Tomas Adam Nowak mit dem Zug von Münster nach Dornberg, um am vergangenen Sonntag auf den 18 Registern der Klais-Orgel in der Heilig Geist-Kirche französische Großmeister zu intonieren.


In der Eröffnung mit Marcel Duprés Bearbeitung von J. S. Bachs Sinfonia aus der Kantate „Wir danken dir, Gott“ BWV 29 zeigte der Organist der Markt- und Stadtkirche St. Lamberti seine technische Klasse gleich von Beginn an in den langen Sechszehntelläufen, die sehr rasant, vor allem aber mit unerschütterlicher Präzision im Tempo daherkamen; dabei auch mit vollendetem musikalischem Ausdruck.


Mit dieser Synthese von technischer Perfektion und Musikalität ging es weiter zu Charles Marie Widors 5. Orgelsymphonie f-Moll, op. 42,1. Nie schien den Zuhörern die Zeit bis zum dritten Satz, der populären „Toccata“, so kurzweilig interpretiert wie hier mit dem in vielen Wettbewerben ausgezeichneten Organisten Nowak. Mit sinfonischem Gestus und ausgezeichneter Registerauswahl entstand der plastische Eindruck orchestralen Musizierens, als wären da dutzende Musizierende am Werk.


Mit italienischem Spielwitz führte Tomasz Adam Nowak Vincenzo Antonio Petralis „Missa solenne, Versetti per il Gloria“ auf, eine Musik im Operngestus, wie sie nur in Italien die Weihen als Messmusik erlangen konnte. Grandios war die Leichtigkeit der Spielfiguren unter Nowaks Händen, die alle technischen Belange, die dafür unabdingbar sind, vergessen machte.


Dasselbe sollte für Edward Elgars „Pomp and Circumstance“ op. 39 gelten, dessen Beginn in ungeschlachtem Marschtempo manchen Interpreten schon zum Verhängnis geworden ist, bevor sie das rettende Ufer des Hymnus „Land of Hope and Glory“ erreicht hatten. Hier musste der Professor für künstlerisches Orgelspiel an der Musikhochschule Detmold alle Register ziehen, unterstützt von einem seiner Schüler, der in den auf- und abwallenden Crescendi viel zu tun hatte.Blumen fuer den Organisten


Entgegen der üblichen Bitte des einladenden Fördervereins für Kirchenmusik in Heilig Geist, es möge erst zum Ende applaudiert werden, brach spontaner Beifall los ob dieser grandiosen Elgar-Interpretation. Dabei folgte noch ein Höhepunkt, den der im Fach Orgelimprovisation lehrende Nowak anhand dreier gegebener Karnevalsmotive improvisierte: Es erklangen „Bolle“, „Der treue Husar“ und „Wir sind alle kleine Sünderlein“, nacheinander je mit charakterisierenden thematischen Durchführungen, schließend in einer thematischen Engführung alle drei Themen in einer grandiosen Coda, die das Dornberger Publikum zu spontanen Standing-Ovations von den Bänken riss - ein seltenes Bild hier, auch an Karneval.


Mit einer humoresken Miniatur über „Großer Gott wir loben dich“ die spieluhrenhaft verklang, empfahl sich der Organist unter sehr herzlichem Beifall für weitere Konzerte in dieser Gemeinde.


PROGRAMM


JOHANN SEBASTIAN BACH (1685-1750)
Sinfonia aus der Kantate 29  "Wir danken dir, Gott"' für Orgel bearbeitet von M. Dupré

CHARLES MARIE WIDOR (1844-1937)
aus: 5. Symphonie f-Moll op. 42, Allegro vivace, Allegro cantabile, Toccata

VINCENZO ANTONIO PETRALI (1832-1889)
aus: Messa solenne in D, Versetti per il Gloria, Allegro brillante, Allegretto grazioso Andante mosso Marcia dopo la messa

EDWARD ELGAR (1857-1934)
Pomp and Circumstance op.39   für Orgel bearbeitet von E.  H. Lemare

TOMASZ ADAM NOWAK (*1962)
Improvisation über gegebene Themen  (Karnevalslieder)


Vita

Tomasz Adam Nowak wurde 1962 in Warschau geboren. Zunächst studierte er an der Frédéric-Chopin-Hochschule seiner Heimatstadt, danach in München, Paris und Amsterdam. Er ist Preisträger zahlreicher internationaler Orgelwettbewerbe, u. a. Sieger im Haarlemer Improvisationswettbewerb. Konzerte, Rundfunk- und Tonträgeraufnahmen führen ihn nach Europa und Übersee. Schwerpunkte seiner künstlerischen Arbeit sind das Orgelwerk J. S. Bachs (das er mehrmals komplett aufgeführt und aufgenommen hat), die Werke Max Regers, die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts sowie die Kunst der Improvisation. Nowak ist Professor für Künstlerisches Orgelspiel und Improvisation an der Hochschule für Musik Detmold und Organist der Stadt- und Marktkirche St. Lamberti in Münster. Die Leitung von Meisterkursen in Europa und den USA, die Tätigkeit als Juror bei internationalen Wettbewerben und die Zusammenarbeit mit verschiedenen Sinfonieorchestern im In- und Ausland sowie die Künstlerische Leitung des Internationalen Orgelfestivals Westfalen-Lippe runden sein Wirken ab.





  Am Sonntag, den 16. November 2008, war bei uns das Vokalquartett Ars Cantandi Bielefeld
und
Eberhard Brünger, Orgel

Chor- und Orgelmusik zum Ende des Kirchenjahres.

Mit Werken von Altnikol, Krebs, Brahms, Poulenc, Copland und Walter Kraft.

Konzertkritik:

   


Foto: Joachim Müller, Bielefeld

Ars Cantandi sind:
Ulrike Westenfelder, Sopran
Annagret Frommhold, Alt
Daniel Debrow,Tenor
Johannes Geßner, Bass



Programm

Gioacchino Rossini: Ave Maria

(1792-1868)


Francis Poulenc: Salve Regina

(1899-1963)


Johannes Brahms: „Herzlich tut mich verlangen“ aus op.122,1

(1833-1897)



Johann Christoph Altnikol: Motette „Befiehl du deine Wege“

(1719-1759)


Johann Ludwig Krebs: Fantasie über „Freu dich sehr, o meine Seele“

(1713-1780)


Aaron Copland: Four Motets:

(1900-1990)

1.Help Us , O Lord

2.Thou, O Jehova, Abideth Forever

3.Have Mercy on Us, O My Lord

4.Sing Ye Praises To Our King


Walter Kraft: Totentanz

(1905-1977)


Zoltán Kodály: Psalm 114

(1882-1967)





Informationen zu den Ausführenden Künstlern:

DAS VOKALQUARTETT ARS CANTANDI


Das Vokalquartett „Ars Cantandi“ wurde im Herbst 2005 mit dem Ziel gegründet, ausgefallene und anspruchsvolle Werke der Vokalliteratur aufzuführen. Die Mitglieder sind alle studierte Musiker und arbeiten im Bereich Kirchenmusik und Schulmusik.


Im Jahr 2007 wirkte das Quartett bei der Bielefelder Uraufführung der Auftragskomposition „Und leite mich auf ewigem Wege“ der Komponistin und Kantorin Anna Ikramova aus Troisdorf bei Bonn mit. Dieses zum Jubiläum „350 Jahre Reformierte Gemeinde Bielefeld“ eigens komponierte Werk wurde großzügig vom Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen durch den Landesmusikrat NRW gefördert. Die Aufführung erlangte überregionale Beachtung in der Presse.


Derzeit plant das Quartett eine größere Konzertreise ins europäische Ausland im kommenden Jahr.



EBERHARD BRÜNGER, ORGEL


Eberhard Brünger wurde 1939 in Schweicheln bei Herford (Westfalen) geboren. Von 1959-1966 studierte er Schulmusik, Germanistik, Klassische Philologie, Philosophie und Musikwissenschaft in Köln, Detmold, Freiburg und Münster; Cembalo bei Fritz Neumeyer; Kirchenmusik bei Wilhelm Ehmann in Herford.


Mehr als dreissig Jahre war er mit den Fächern Musik und Latein am Gymnasium in Bielefeld-Sennestadt tätig, sowie als Kantor und Organist an den evangelischen und katholischen Kirchen in Sennestadt. 1980 folgte das A-Examen und die Ernennung zum Kirchenmusikdirektor.


Von 1980 bis 1982 war Eberhard Brünger Dozent an der Kirchenmusikschule Herford.

1999 erfolgte nach der Pensionierung der Umzug nach Freistatt (Niedersachsen).


Seine berufliche Tätigkeit war vor allem geprägt durch die intensive Arbeit mit vier Chören, etwa 12-15 Kirchenkonzerten pro Jahr und die Beschäftigung mit Alter Musik und historischen Tasteninstrumenten.


Eberhard Brünger geht heute einer regen Konzerttätigkeit (Orgel, Cembalo, Clavichord, historisches Tafelklavier) in ganz Deutschland nach, u. a. jedes Jahre im Rahmen des Brandenburgischen Dorfkirchensommers.


Zusammen mit Sabine Bleier, Flöte (Hannover) und Franziska Grehling, Oboe (Celle) widmet Eberhard Brünger sich der Kammermusik für Triobesetzung. Darüber hinaus ist er regelmäßig als Organist in der Freistätter Kirche tätig und veranstaltet literarische Abende.




Sonntag, 7. September 2008, 17.00 Uhr


Orgelkonzert mit Christoph Grohmann an der Klais-Orgel der Heilig Geist-Kirche Bielefeld-Dornberg


Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Praeludium und Fuge C-Dur (BWV 566)


Christoph Grohmann (geb. 1955)

Frei improvisierte Choralpartita über einen gegebenen Choral


Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788)

Sonata D-Dur (Wq 70/5)

Allegro di molto – Adagio e mesto – Allegro


Christoph Grohmann

Zwei frei improvisierte Vorspiele über gegebene Choräle


Samuel Rousseau (1853-1904)

Mélodie et Canon (1896)


Louis Vierne(1870-1939)

Aus „24 Pièces en style libre” op. 31:

Lied

Scherzetto


Marco Enrico Bossi (1861-1925)

Aus „10 Composizioni per Organo“ op. 118:

Toccata di Concerto


An der Klais-Orgel: Christoph Grohmann (Rheda-Wiedenbrück)



... geboren 1955 in Bielefeld, studierte 1974-80 bei Helmut Tramnitz an der Hochschule für Musik in Detmold (Kirchenmusik-A- und Konzertexamen Orgel) und nahm 1979 und 1980 an Orgel-Meisterkursen bei Flor Peeters in Mecheln/Belgien teil.


Er wirkte als Dekanatskirchenmusiker an St. Clemens in Rheda und als Lehrer an der Musikhochschule in Detmold und leitet gegenwärtig Orgelklassen in Bremen und Herford.


Seit 1989 arbeitet er außerdem freiberuflich als Orgeldozent und schuf sich ein internationales Renommee als Konzertorganist sowie durch Rundfunk-Aufnahmen.

Seit 1988 gehört er dem Präsidium der internationalen Gesellschaft der Orgelfreunde (GDO) an.


Schwerpunkte seiner Tätigkeit sind die Aufführung von Werken des 19. und frühen 20. Jahrhunderts sowie von Werken für Orgel und Orchester, außerdem die Improvisation über Themen aus Liturgie und Gregorianik.


Wer Christoph Grohmann in einem ganz anderen Metier kennenlernen möchte, muss zum Tanner Musiksommer in die Rhön fahren, wo er am kommenden Samstag, 16. August 2008 als Klavierbegleiter der berühmten Vokalgruppe "Drops" auftritt (mehr... )





Und noch davor gab es bei uns...

"Per Flauto senza Basso"

 
Am Sonntag, 20. April, 17.00 Uhr, Blockflötenkonzert mit Frank Oberschelp, Bielefeld.

"Achtung: Wer Frank Oberschelp live hört, muss ernsthaft mit dem Verlust seiner Vorurteile über Blockflötenmusik rechnen!"

Und so war es dann auch - das Westfalenblatt berichtete am 23. April 2008 (klick auf die Grafik).





Frank Oberschelp- Bockflöte

 

Frank Oberschelp wurde in Münster geboren. Nachdem er 1987 den ersten Preis beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" gewann, studierte er seit 1989 Blockflöte bei Heiko ter Schegget, Baldrick Deerenberg und Marion Verbruggen am Conservatorium Utrecht. Frank Oberschelp legte dort 1994 das Docerend- Musicusexamen und 1995 das Konzertexamen mit Auszeichnung ab. 1998 wurde gewann er den Solowettbewerb des „Internationalen Blockflöten- symposions Calw“.

Frank Oberschelp konzertierte mit verschiedenen Ensembles in Deutschland, Tschechien, Rußland, Österreich, Portugal und den Niederlanden. Seit 1999 leitet er den Fachbereich Blockflöte an der Musik- und Kunstschule der Stadt Bielefeld.


Programm:
      

- Ballata Per tropo fede - Italien 14. Jh.

    Saltarello

- Ballata Amor mi fa cantar al la Francesca

    Saltarello

 

- Fantasie en Echo - Jacob van Eyck 1590- 1657

- Blydschap van min vliedt

- Engels Nachtegaeltje

 

- Der Besucher der Idylle - Isang Yun 1917- 1995

    aus Chinesische Bilder

 

- Preludes aus „L’art de Preludèr - Jacques Hotteterre 1674- 1763

    Modere/ Gay

    Tendrement/ Gay


- Passacaille - Jean-Fery Rébel 1666-1747

 

- Les Folies d’Espagne - Marin Marais 1656-1728

 

- Der Affenspieler - Isang Yun

 

- Partita c-moll - Johann Sebastian Bach 1685- 1750

    Allemande

    Corrente

    Sarabande

    Bouree anglaise








Am Sonntag, 27. Januar 2008 um 17.00 Uhr, haben wir Musik für Oboe und Streicher mit Mitgliedern des Philharmonischen Orchesters der Stadt Bielefeld erlebt.

 

Im Programm:

   

- Jan Wanhal (1739-1813)

Quartett Opus 7 Nr.6 für Oboe, Violine, Viola und Violoncello

Allegro - Andante - Menuetto - Presto

  

- Ferdinand Ries (1784-1838)

Streichtrio WoO 70 Nr.1 Es-Dur

Allegro moderato - Menuetto, Allegro - Adagio cantabile - Finale, Allegro

  

- Wolfgang Amadeus Mozart

Quartett KV 370 für Oboe, Violine, Viola und Violoncello

Allegro - Adagio - Rondo, Allegro

 

Die Ausführenden:

 

- Thomas Bogdan, Oboe

- Irmela Barthel, Violine

- Nikolaus Vulpe, Viola

- Imke Wilden, Violoncello

 

Thomas Bogdan studierte an der Folkwanghochschule in Essen, sowie an der Hochschule in Detmold und ist seit 1985 bei den Bielefelder Philharmonikern als stellvertretender Solooboist engagiert.

 

Ebenfalls seit 1985 spielt Irmela Barthel als erste Geigerin in Bielefeld. Nach ihrem Studium in Leipzig war sie zunächst bei der Staatsphilharmonie in Halle/Saale, und später beim Orchester der Deutschen Oper am Rhein, Duisburg unter Vertrag.

 

Nikolaus Vulpe, stellvertretender Solobratscher bei den Bielefelder Philharmonikern, studierte in Clausenburg. Aus Kronstadt / Siebenbürgen stammend, spielte er zunächst im auch im Kronstädter Orchester, wechselte dann nach München, bevor er 1984 seine Stelle in Bielefeld antrat.

 

Imke Wilden ist seit 1996 Mitglied der Cellogruppe des Bielefelder Orchesters. Sie stammt aus Hamburg und studierte in Köln und London.

 

Allen Mitgliedern des Ensembles gemeinsam ist ihre Liebe zur Kammermusik, die sie seit einigen Jahren regelmäßig zusammenführt.

Der Oboist Thomas Bogdan erweiterte bereits mehrfach als Gast das in dieser Besetzung etablierte Streichtrio zum Quartett.

Die unterschiedlichen Temperamente und Ansichten der einzelnen Musiker führen regelmäßig zu erfrischender Probenarbeit und daraus resultierend lebendigen Konzerten!






Am Sonntag, 14. Oktober 2007, 17 Uhr war Bruder Andreas Warler zu Gast an der Klais Orgel:

Orgelkonzert mit Bruder Andreas Warler
- Organist an der Basilika Steinfeld -


PROGRAMM:

Dieterich Buxtehude (1637-1707)
    Praeludium, Fuge und Ciacona in C, BuxWV 137
    Choralfantasie „Wie schön leuchtet der Morgenstern“, BuxWV 223
    Ciacona in e, BuxWV 160
    Toccata in d, BuxWv 155

Johann Sebastian Bach (1685-1750)   
    Allein Gott, in der Höh sei Ehr, BWV 662
   
Christian Friedrich Ruppe (1753-1826)
    Vier Fugen:  G-Dur – F-Dur – B-Dur – C-Dur

Johann Christian Heinrich Rinck (1770-1846)
    Sechs Variationen über ein Thema von Corelli, op. 56

Clemens Ingenhoven (1905-1982)
    Choral und Variationen über „Maria, dich lieben“

Andras Warler (*1965)
    Freie Improvisation

Der rheinische Zungenschlag und sein direktes freundliches Wesen verraten rasch seine rheinische Herkunft: Bruder Andreas Warler ist Organist an der Basilika des Klosters Steinfeld. 1965 im ebenfalls in der Eifel gelegenen Baasem geboren studierte er Theologie in Passau und konnte somit der weltgrößten Domorgel nicht entgehen. 1989 begann er das Studium der Kirchenmusik.

Seither ist er als Konzertorganist aktiv in Steinfeld und auf Reisen. Zahlreiche CD-Aufnahmen sowie Rundfunk- und Fernsehproduktionen mit dem WDR dokumentieren sein kreatives Schaffen.

Bereits zum sechsten Mal ist er nun auf Einladung des Fördervereins zu Gast in Heilig Geist gewesen. Wiederum überzeugte er das bei bestem spätsommer Wetter in Heilig Geist eingekehrte Publikum von seinem Handwerk vor allem mit den Füßen (dazu gleich)!

Sein historisch stilbewusstes Musizieren brachte den Klang zweier heute vielleicht am seltensten aufgeführten Orgelkomponisten zu Gehör: der Thüringer Kirchenkantoren und nachbach'schen Orgelvirtuosen Rinck und Ruppe.

Verzückt vernahmen die Zuhörer danach die liebevollen Variationen über ein Marienlied des 1982 verstorbenen Düsseldorfer Maxkirchen Organisten Ingenhoven. Beeindruckend vor allem die mitunter rasante und nur mit dem Pedal ausgeführte Variation.

Den Rahmen gab eingangs eine musikalische Retrospektive Buxtehudes, an den in seinem 100. Todesjahr besonders erinnert werden sollte. Hier war es vor allem sein Praeludium und Fuge, das gleich am Anfang eine ungewohnt mitreißende Vorstellung des alten Meisters vermittelte. Selten hört man Buxtehude so spontan wie in dieser quasi-improvisierten Eingebung.

Das aber lag, wie sich zu Schluss des Programms zeigte, auch an der bereits bekannten und immer wieder bewunderten Improvisationsfähigkeit des Organisten. Andreas Warler entwarf mit geschickt gewählten thematischen Strichen eine rhapsodische Orgeldichtung von höchster Dynamik und sehr persönlichen choralartig gewirkten Teilen. Die musikalische Seele offenbarte sich beim Spielen. Das aufmerksame und höchst konzentrierte Publikum klatschte begeistert Applaus und forderte Zugabe, die gern gleich vierfach gewährt wurde.

Ein Wiedersehen und -hören wird gewünscht!





Bereits im August 2007...

Das vom Förderverein Kirchenmusik e.V. am vergangenen Sonntag, den 26. August 2007 in unserer Pfarrkirche Heilig Geist präsentierte Konzert...

can carmina meets classics

... hat großen Anklang gefunden. Die trotz - endlich mal wieder! -  sommerlichen Wetters und zahlreicher Wochenendattraktionen gut besetzte Zuhörerschaft erlebte eine überraschende Premiere: Die konzertierenden Musiker waren überwiegend Mitglieder von can carmina, die an Stelle des neuen christlichen Liedguts mit ebenso souverän vorgetragenen Interpretationen klassischer und barocker Kammermusik aufwarteten.


Nach der Begrüßung im Namen des Fördervereins Kirchenmusik e.V., in dessen Konzertreihe die Veranstaltung stattfand, und einführenden Worten in den außermusikalischen Zweck der Veranstaltung (s. u.) eröffnete einer der beiden Gastmusiker, Alexander Kowalak, das Konzert mit dem holländischen Altmeister der Blockflöten-Literatur Jacob van Eyck (1590 – 1657) und Variationen über "Onse Vader in Hemelryck" aus "Der Fluyten Lusthof".


Mit einer gediegenen und hohen Maßstäben gerecht werdenden Interpretation von Johann Sebastian Bachs (1685 – 1750) bekanntem Doppelkonzert für zwei Violinen d-Moll BWV 1043, konnten die Geschwister Thilo S. Schacker, Violine, und Svenja Siepmann, Klavier, an der Seite der erfahrenen Musikpädagogin Annette Steinkühler, Violine, das Publikum sogleich davon überzeugen, dass der Sonntag Nachmittag genussvoll ausklingen würde. Die drei, alle Kräfte der Spieler abfordernden Sätze, erklangen mit erstaunlicher Gelassenheit und Bravour, wie sie nur von Profis erwartet wird.


Mit Johann Joachim Quantz' (1697 – 1773) Flötenkonzert G-Dur QV 5: 174 schlossen Julia Hatwig, Flöte und Svenja Siepmann, Klavier, an das hohe Niveau an. Die klare und saubere Ansprache der jungen Musikstudentin und eine starke Atemtechnik ließ die anspruchsvollen Notenläufe lustvoll dahinperlen, als wäre es ein Kinderspiel - so sollte die Kunst am Hofe Friedrichs des Großen sein: schwerelos.


A propos: Die Schwerelosigkeit fand gleich anschließend beim Meister Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791) seinen Gipfel mit den bekannten 12 Variationen über "Ah! Vous dirai-je, Maman" KV 265, die Svenja Siepmann nach einer kurzen Pause vortrug, in der sie sich die inzwischen warm gespielten Hände abkühlen musste. Diese Erleichterung für die Spielerin dürfte nur von kurzer Dauer gewesen sein. das Publikum hingegen schmolz dahin, angetan vom Mozartschen "Leichtsinn".


Mit Arthur Honeggers (1892 – 1955) "Danse de la chèvre" für Solo-Flöte brachte Alexander Kowalak die Zuhörer sodann in die Klangwelt der französischen Impressionisten des zwanzigsten Jahrhunderts: pentatonische Panflötenklänge intonierend hüpfte und wirbelte es bacchantisch und  ungestüm durch den Kirchenraum und mancheiner empfand dabei tatsächlich so etwas, wie den strengen Geruch nach "Ziege".


Fritz Kreislers (1875 – 1962) Praeludium und Allegro (im Stil von Gaëtano Pugniani) mit der überragend souverän auftretenden und agierenden Luise Krawulski an der Violine und der unermüdlichen Svenja Siepmann am Klavier ließ das Publikum ganz zu Ende des Konzertes noch einen musikalischen Gipfel erhören. Das mädchenhaft schüchterne Understatement der jungen Geigerin wurde bereits nach den ersten langen Bogenstrichen des Präludiums als Grandezza enttarnt und in der Virtuosität des Allegro entpuppte sich Strich für Strich ein ganz großes Nachwuchstalent.


Großer Applaus für alle Beteiligten, ein Ungarischer Tanz vierhändig als Zugabe von Siepmann/Hatwig am bescheidenen E-Piano mit Konzertklangprozessor, Blumen und eine großzügige Türkollekte zugunsten des Projekts Sydney 2008  - can carmina möchte beim Weltjugendtag des Papstes in Australien im kommenden Jahr mit dabei sein - sowie der vielfach ausgesprochene Wunsch, dieser Aufführung eine Fortsetzung folgen zu lassen, beschlossen den wunderbaren Musiknachmittag.



PRESSEKRITIK

So urteilt die Neue Westfälische aus Bielefeld (hier anklicken)


Fotos gibts bei doceri, hier klicken



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